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Diabetiker sollten regelmäßig auf Parodontitis untersucht werden

Entzündungen des Zahnhalteapparates werden durch Diabetes mellitus begünstigt, und die orale Entzündung kann wiederum den Stoffwechsel von Diabetes-Patienten verschlechtern.

Je schlechter der Stoffwechsel bei Diabetikern eingestellt ist, desto öfter und schwerer leiden Patienten häufig auch unter Parodontitis. Als Ursachen werden vaskuläre Veränderungen aber auch die erhöhte Anfälligkeit von Diabetikern für bakterielle Infektionen diskutiert.

In einer Longitudinalstudie sei bei Diabetikern mit schwerer Parodontitis im Vergleich zu Patienten mit geringfügigem Parodontalbefund eine signifikant höhere Prävalenz an kardiovaskulären Komplikationen belegt worden.

Durch die oralen Entzündungsprozesse kommt es zu einer Verschlechterung der Stoffwechsellage, die wiederum zu einer Progredienz der Parodontitis führt. Patienten sollten sich bei der Erstdiagnose Diabetes bei einem Zahnarzt zur Früherkennung einer Parodontitis vorstellen und bei unauffälligen Befunden eine solche Vorsorge alle vier bis fünf Jahre zu wiederholen.

Lassen sich Patienten nur schlecht auf eine Therapie einstellen, sollten sie auch immer zahnärztlich untersucht werden. Patienten sollen über Parodontalerkrankungen bei Diabetikerschulungen informiert werden.